Olympiastadion

Hoch oben auf dem Berg Montjuic befindet sich das Olympiastadion von Barcelona, das Estadi Olímpic de Montjuic, welches eigentlich den Namen Estadi Olímpic Lluis Companys trug. Es wurde im Jahre 1929 zur zweiten Expo-Weltausstellung von Pere Domich i Roura gebaut. Sein ursprünglicher Namensgeber war der damalige Präsident der katalanischen linken Partei, Lluis Companys i Jover. Nachdem er während des spanischen Bürgerkriegs nach Frankreich geflohen war, wurde Companys von den Deutschen ausgeliefert und schließlich von Franco auf dem Montjuic hingerichtet.

Das Bauwerk ist ein meisterhaftes architektonisches Glanzstück und daher eine der für Touristen imposantesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Besonders sportbegeisterte Besucher der Stadt Barcelona sollten eine Besichtigung des berühmten Stadions nicht verpassen.
Alle Tribünen und ebenfalls die Gänge des Gebäudes sind für Besucher das ganze Jahr hindurch kostenlos zugänglich. Auch darf im Estadi Olímpic de Montjuic fotografiert werden, aber natürlich nur, wenn nicht gerade eine kostenpflichtige Veranstaltung stattfindet.

In den achtziger Jahren bedurfte das Stadion einiger Renovierungsarbeiten, damit im Jahre 1992 die Olympischen Sommerspiele hier stattfinden konnten, an welchen sich fast 11.000 Athleten aus 172 Ländern beteiligten.

Heute noch ist zu sehen, wo damals das Olympische Feuer gebrannt hat. Zu dieser Zeit fasste das eindrucksvolle Bauwerk 60.000 Sitzplätze, wurde jedoch in späteren Jahren erneut umgebaut und hat jetzt Platz für weitere 5.000 Menschen. Leider musste jedoch aufgrund der Umbaumaßnahmen das phänomenale so genannte Marathon-Tor geschlossen werden. Heute ist im Estadi Olímpic de Montjuic der Fußballverein RCD Espanyol Barcelona beheimatet. Viele Reiseberichte empfehlen außer Fußballspielen und American Football auch die hier stattfindenden Konzerte zu besuchen; legendär zum Beispiel das der Rolling Stones am 27. Mai 2006.