Placa Reial

Der Placa Reial, dessen Name auf Deutsch "Königlicher Platz" bedeutet, ist ein sehr beliebter Treffpunkt für die Einheimischen Barcelonas sowie auch für Touristen. Unter anderem aufgrund der zahlreichen Restaurants, Cafes und Bars und wegen seines neoklassischen Baustils herrscht hier eine besondere Atmosphäre, die sich Besucher der Stadt auf keinen Fall entgehen lassen dürfen. Der Placa Reial gilt neben dem Placa del Rei als der schönste Platz Barcelonas.

Es führen vier verschiedene Eingänge auf den Platz, von denen drei überdacht sind. Der größte der drei Eingänge trägt den Namen Carrer de Colom und liegt direkt an der Rambla dels Caputxins, welche ein Teil der bekannten Flaniermeile Barcelonas, den so genannten Las Ramblas, ist.
Auf der ganzen Fläche des Placa Reial sind Palmen zu finden, die das mediterrane Flair dieses Ortes unterstreichen, sowie verschiedene Straßenlaternen, die von dem berühmten Architekten Antoni Gaudí im Februar 1878 entworfen wurden. In der Mitte des Platzes steht der gusseiserne so genannte Drei-Grazien-Brunnen. Jeden Sonntag und an Feiertagen findet auf dem Placa Reial außerdem zwischen 9.00 Uhr und 13.00 Uhr ein Markt für Briefmarken- und Münzsammler statt.

Gebaut wurde der Placa Reial in den Jahren 1848 bis 1895 in Zusammenarbeit mit dem Architekten Francesc Daniel Molina i Casamajó, nachdem hier vorher das Kapuzinerkloster Santa Madrona gestanden hatte, welches jedoch ausgebrannt war. Zwischen den Jahren 1981 bis 1983 wurde der Platz, der in den siebziger Jahren leider zu einem Umschlagplatz für Drogen verkommen war, mitsamt seiner Umgebung vollständig saniert und zog damit beispielsweise neue Mieter für die komplett renovierten Häuser um den Platz herum an.