Poeble Espanyol - Das Spanische Dorf in Barcelona

Inmitten von Barcelona, am Fuße des Berges Montjuìc, liegt das Freilichtmuseum, das anläßlich der Weltausstellung im Jahre 1929 gebaut wurde. Ursprünglich sollte das gesamte Dorf nach dem Ereignis wieder abgebaut werden. Von diesem Vorhaben wurde jedoch wieder abgerückt, weil man erkannt hatte, dass diese Sehenswürdigkeit erhaltenswert ist. Ferner wurde das "Poeble Espanyol" von vielen Menschen besucht, und erfreute sich weit über die Grenzen Spaniens hinaus, großer Beliebtheit.

Auf einer großen Fläche wurde hier ein Dorf erbaut, das auf ca. 50.000 qm, dem Besucher einen Überblick über die vielfältige spanische Kultur eröffnet. Das Freilichtmuseum zeigt Häuser aus den verschiedensten Regionen Spaniens, so beispielsweise aus Kastilien, dem Baskenland, Andalusien, Aragon und Katalonien.  Nachdem der Besucher durch das nachgebaute Stadttor der Stadt Avila gegangen ist, eröffnen sich ihm die ganze Vielfalt der spanischen Architektur. Alle 116 unterschiedlichen Gebäude sind um den Plaza Mayor angesiedelt, und mit kleinen Straßen, und Treppen miteinander verbunden. Die erbauten Gebäude wie Rathaus, Kirche, Wohnhäuser, und kleine Läden, lassen die Strukturen einer spanischen Kleinstadt erkennen. Besonders sehenswürdige Nachbauten sind das Rathaus von Valderrobres, und der Glockenturm von Utebo. Das Kopfsteinpflaster in den Gassen, und die verkehrsfreie Zone, geben dem Besucher das Gefühl, sich in einer mittelalterlichen Stadt zu befinden. Insgesamt befinden sich im "Poeble Espanyol" 22 Nachbauten, von denen im folgenden einige erwähnt werden:

  • Patio de Carlos V ( Toledo ) aus dem 16. Jahrhundert, die Klaussurräume des Dominikanerklosters von San Pedro.
  • Banos Arabes, nach Vorlagen der römischen Bäder der Alhambra erbaut.
  • Goya, das Haus und Museum des griechischen Malers El Greco.
  • Torre de Santa, 49 Meter hoher 6-eckiger Turm, im valenzianischen Stil erbaut.
  • Plaza Mayor, Dorfplatz im spanischen Stil.
  • Torre del Oro ( Sevilla), nachgebaute Festung, für die Beobachtung von Hafeneinfahrten.
  • Ermita del Christo de la Luz, eine ehemalige Moschee aus dem Jahre 999.

In einigen Gebäuden befinden sich Handwerksbetriebe, so dass die Möglichkeit besteht, die hergestellten Waren käuflich zu erwerben. In den Zeiten des Franco-Regimes, und der damit verbundenen Unterdrückung der Kulturen, war das "Poeble Espanyol" dem Verfall preisgegeben. In den 90er Jahren wurde das Freilichtmuseum jedoch wieder hergestellt. In den Sommermonaten finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

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